Rußland

Transsib in Nowosibirsk



Aus der nordöstlichen flachen, steppenartigen Region Kasachstans mit den dreckigen und touristisch wenig attraktiven Industriestädten Semipalatinsk und - 300 km weiter westlich - Pavlodar, die wir beide ohne Halt passieren, kommen wir nach weiteren 400 km schließlich zur ersten großen und durchaus attraktiven russischen Stadt in Westsibirien: Omsk.

 
Blick auf den Irtysch, Omsk

 
 

Die Millionenstadt Omsk liegt am Irtysch und ist ein wichtiges Wirtschafts- zentrum. Wir bummeln durch die Stadt, bewundern die Baudenkmäler, besonders die prächtigen Bürgerhäuser aus dem 19. Jahrhundert, die von vergangenem Reichtum zeugen.

 

Eine Hauptstrasse in Omsk


Oper Omsk



Auffallend das imposante Schauspielhaus, ganz in weiß. Im Intouristbüro wird uns Lena als Führerin zugeteilt. Sie freut sich, daß sie uns in einem Minibus durch die Stadt führen kann, sie hat gerade ihr Deutschdiplom absolviert.
Dann eine lustige Begegnung:
Simon und seine Jünger

(siehe: Simon >>).


Kathedrale, Omsk


Petropawlowsk




Auf der M 51, der einzigen parallel zur Transsib in Ost-West-Richtung verlaufenden transkontinentalen Straße verlassen wir die Stadt, müssen nochmal ein kleines Stück durch Kasachstan und legen dort einen kurzen Stop in der Stadt Petropawlowsk ein: die "blaue Kirche" lädt uns zu einer kurzen Besichtigung ein, sie liegt malerisch zwischen bunten, kleinen dörflichen Holzhäusern.

 

Endlos dehnen sich die Birkenwälder und die Felder rechts und links der Straße. Sie ist im Regen glitschig und schmierig geworden. Kurgan wird umfahren. Mit Tscheljabinsk lernen wir eine weitere Millionenstadt kennen, die von Wohnsilos, rauchenden Schloten und Tristess geprägt wird.

Jekaterinburg hatten wir früher schon einmal besucht: eine weitläufige Stadt, in der uns Lena (siehe: Lena >>) begegnete....

 
 
Ural

 
 

Jenseits des Urals erreichen wir dann mehrere hundert Kilometer weiter westlich Kuibyschew, eine gesichtslose Großstadt am aufgestauten riesigen Kuybyschef-See, den wir gut 200 km nördlich der Stadt mit einer Fähre überqueren, um Kazan, die Haupstadt der autonomen Republik Tatarstan zu erreichen.

 
 
Kazan: Kreml

 
 

Kazan lohnt einen Aufenthalt! Die Stadt liegt am aufgestauten Kuibyschew-See der Wolga.

 

Kremlpforte, Kazan




Wenn man auf dem Kremlberg durch den mehr- geschossigen Eingang tritt, liegt unvermittelt die prächtige Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale vor einem. Wir befinden uns auf der Jahrhunderte alten historischen Befestigungsanlage der Tataren.
Zufällig treffen wir hier den Leiter der Hubschrauber- rettungsstaffel, der uns begeistert von seiner Arbeit erzählt.

 

Zwei Tage später passieren wir Nischnij Nowgorod, das frühere Gorkij, den Verbannungsort des Regimekritikers Sarachow. Wieder eine Industriemetropole, klassizistische Bauten, Leninstatuen, Wohnsilos, rauchende Schlote.....

Dann ein touristischer Höhepunkt am Ende der Reise: der Goldene Ring, eine Reihe von Städten mit einer einmaligen Sammlung von Kirchen, Klöstern und Kunstwerken. Diese Rundtour ist eine Reise und damit wohl doch einen Sonderbericht wert.

Als Abschluß dann der Besuch von Moskau.

 

Kreml und Moskwa


Basilius-Kathedrale, Moskau

 

Wir halten uns nicht lange hier auf, zumal wir die vollgepackten Autos nur ungern unbeaufsichtigt länger irgendwo stehen lassen möchten. Dennoch: Kreml, Roter Platz mit Basilius-Kathedrale, das GUM und ein Spaziergang an der Moskwa müssen sein und beeindrucken uns sehr.

Dann geht es rasch: Minsk - Brest - Warschau - Breslau - Görlitz und Deutschland hat uns wieder, nach einer fast 8-wöchigen Reise durch Zentralasien!

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© Prof. Uhlich, 2001