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| Kasachstan 'südliche Route'
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Wir stehen jetzt am Nordufer des Kaspischen Meeres. Die vor uns liegende Piste zum Aralsee würde nicht ganz einfach werden; wir hatten von Transporten gehört, die im Schlamm oder im Schnee steckengeblieben sind. Nun: Schnee würde es jetzt sicher nicht geben und noch scheint die Sonne heiß vom wolkenlosen Himmel! Mit der Uhr, die wir an der kasachischen Grenze 2 Stunden vorgestellt haben ändert sich auch die Landschaft! Wir fahren durch eine triste, staubige, graue Steppenlandschaft. Es ist wenig Verkehr, hin und wieder Kamelherden, leere und verwaiste Städte und Dörfer, Gräber und Gedenksteine von (Verkehrs?)Toten am Straßenrand. Von einer "Uferlandschaft" des Kaspischen Meeres weit und breit keine Spur. |
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![]() Gurjew, zum Delta des Uralflusses am Kaspischen Meer |
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| Fast vier Tage benötigen wir für die rund 1000 km durch die Ust-Urt-Wüste bzw. das Gebiet der Karakalpaken. | ||||
![]() Ust-Urt-Wüste, Piste |
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Staub und Hitze, verrostete Rohre einer Pipeline, armselige Ansiedlungen, gelegentlich Geleise, an denen wir uns entlang bewegen, kaum Pflanzen, einmal ein Brunnen, keine Tankstellen, eine Bäckerei, die schon bessere Tage gesehen haben muß. Dies die Eindrücke jener Fahrt, die nichts mit der grandiosen Landschaft beispielsweise der Sahara gemein hat. |
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Wir sind froh, daß wir auf eine feste Piste kommen und erst dann ein Wolkenbruch nieder geht, der das zurückliegende Land in einen Schlammsee verwandelt... |
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![]() Piste nach Regen fast unpassierbar |
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Nun nähern sich einige pompöse Grabstädten,
die flachen Häuser rücken etwas näher zusammen, wir kommen
in die erste größere Stadt, nämlich Kungrad, und
sind damit - ohne es zu merken und ohne irgendwelche Grenzen gesehen,
geschweige denn Grenzformalitäten erledigt zu haben - in Usbekistan.
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© Prof. Uhlich, 2001 |
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