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| Kasachstan 'nördliche Route'
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Kurz nach dem (zur damaligen Zeit nahezu nicht bemerkten) Grenzübertritt von Rußland nach Kasachstan erreichen wir etwa 140 km später die erste größere Stadt Uralsk am gleichnamigen Fluß biegen dort auf die M 32 ein, die uns fast 2.000 km quer durch dieses Land nach Tschimkent führen soll. |
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![]() Piste Kasachstan |
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| Dann eine erschütternde Entdeckung: Wir kommen nach Aralsk, dem ehemaligen Fischerstädtchen am Aralsee, vor 150 Jahren als Festung von den Russen gegründet. Jetzt hat der See 2/3 seines Volumens verloren, der Wasserspiegel ist 15 Meter gesunken, zurückgeblieben ist eine tote, salzige Brühe, in der kaum mehr Fische überleben. | ||||
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Wir verlassen die Stadt und überqueren den Syr Darja. Es ist neben dem Amur Darja der zweite Fluß, dessen Wasser zur Versorgung der endlosen Baumwollfelder abgezweigt wurde, sodaß nur noch ein kleines Rinnsal den Aralsee erreichte und so das fehlende Wasser schließlich zum Aralsee- desaster beigetragen hat. |
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![]() Waran, ein Wüstenbewohner |
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Kzyl Orda ist eine große Industriestadt, die kurzfristig sogar einmal Hauptstadt Kasachstans war. In der Nähe begegnen wir einem Marabu, also einem Heiligengrab, meist ein Rundbau, benannt nach einer mohammedanischen Sekte in Nordwestafrika. |
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![]() Reste einer alten Stadtbefestigung |
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Im Dunst erkennt man rechts der Straße Mauerreste, die wir uns anschauen. Es sind die Überbleibsel der Stadtmauern, vielleicht aus der Blütezeit der Seidenstraße, so um das 12. Jahrhundert. |
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Die letzte Stadt in Kasachstan ist Tschimkent mit ihren schatten- spendenden Bäumen, den breiten Straßen, blühenden Büschen und ihren Bewohnern, die gelassen den Tee genießen und uns freundlich zunicken. Dann sind es nur noch wenige Kilometer zur Grenze nach
Usbekistan (keinerlei Probleme) und seiner Hauptstadt Taschkent, die wir
in kurzer Zeit erreichen. |
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© Prof. Uhlich, 2001 |
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