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Zu allererst und immer wieder werden wir nach dem Zustand
der Straßen in Rußland und Zentralasien gefragt. Daher
gleich vorweg, daß man so etwas wie unsere gepflegten deutschen
Autobahnen mit klarer Beschilderung, Leitplanken, Notrufsäulen, Tankstellen
und Rastplätzen hier nicht finden wird.
Gelegentlich mußte ich an jene bangen Minuten im
russischen Konsulat zurückdenken, an die Worte des Beamten, daß
es "dort in Kasachstan keine Straßen" gäbe. So ganz
Unrecht hatte er eben doch nicht. In der Gegend um den Aralsee beispielsweise
sind wir viele hundert Kilometer neben der Piste gefahren: Sand und Schotter
waren erträglicher als die endlose Kette von tiefen Schlaglöchern
und Wellen.
Besonders nachhaltig ist uns ein langer Abschnitt auf
der M 51 in Erinnerung, der Magistrale zwischen Novosibirsk und Omsk.
Als einzige Ost-West-Verbindungsstraße stellt sie sozusagen das
automobile Gegenstück der transsibirischen Eisenbahngleise dar. |
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Ein andermal haben wir weithin sichtbar aber mutterseelenallein in der Steppe von Kasachstan oder Kirgisien gestanden. Auf einem Hügel mit endloser Sicht in die Ferne, auf Geröllhalden im chinesischen Grenzgebiet oder neben Schneewehen auf Gebirgspässen. Nur ein einziges Mal hat das Auto auf einem offiziellen Campingplatz gestanden, dem einzigen, den wir auf der ganzen Fahrt gesehen haben. Im Ural. Er war streng bewacht, mit Stacheldraht eingezäunt und grell beleuchtet.
Immer wieder einmal - beispielsweise an Ausfallstraßen
vor großen Städten, an wichtigen Verkehrsknotenpunkten oder
in Grenznähe - wird man kontrolliert. Von der GAI, der Verkehrspolizei,
die ausnahmslos freundlich, höflich und ziemlich neugierig ist. |
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| © Prof. Uhlich, 2001 | ||||