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China 1- Kaiser & heilige Berge

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Peking-Oper, Schauspieler


Peking-Oper, der 'Böse'



Peking-Oper, tanzende Gruppe


Vom gelben Fluß zum Bramaputra....
So, oder so ähnlich könnte man das überschreiben, was in dem folgenden kurzen Teilbericht geschildert werden soll. Die Erlebnisse auf der Anreise durch die Weiten Rußlands bis zum Baikalsee und die Passage durch die Mongolei liegen bereits weit hinter uns;
unsere 3 Fahrzeuge, die beiden Iveco und der Toyota haben uns problemlos bis hierher gebracht.


die Fahrzeuge

 

Beginnen wir also gleich mit dem südlichen Grenzübergang beim Verlassen der Mongolei, wo sich vor uns die Grenzschranken öffnen und China uns herzlich auf deutsch begrüßt:
"Guten Tag, ich heiße Yu Tong und bin für die kommenden 3 Monate Ihr Reisebegleiter".

 

der Autor, eine Stele und die Erklärung, warum ein 'Guide' vorteilhaft ist

Und was für einer!
Er sollte uns auf den fast 20.000 km kreuz und quer durch China zum Freund werden, dem wir viele Einsichten verdanken, der unsere 3 Fahrzeuge durch alle Kontrollen bringt, in den Kneipen an der Straße vor dem Essen Küche und Kühlschrank inspiziert und uns vor Nepp und Betrug schützt.

 

Im übrigen muß man einen Führer haben, wenn man mit seinem eigenen Fahrzeug durch China fährt (ausgenommen: Fahrrad!).


Wegweiser

 
 

Einige Anmerkungen....

Aus seinem großen Rucksack voller Dokumente, Papiere, Bescheinigungen und Sondergenehmigungen holt er als erstes unsere bereits fertigen chinesischen Nummernschilder und die Führerscheine heraus, denn man muß im Besitz eines chinesischen Führerscheines sein. Die sonst übliche Fahrprüfung vor der Aushändigung entfällt.
Alle weiteren Grenzformalitäten verlaufen dank der perfekten Vorarbeiten unseres deutschen Reisebüros und unseres Führers rasch und komplikationslos.

 

Straßenszene, auf dem Lande

Straßenszene, im Dorf
 


Wir einigen uns, daß Yu Tong im täglichen Wechsel bei jedem von uns mitfährt und nachts je nach den Gegebenheiten im Hotel, im eigenen Zelt oder (selten) mit in einem der Fahrzeuge schläft.
Die Verständigung während der Fahrt, z.B. bei besonderen touristischen Informationen, geschieht über CB-Funk.
Das in Deutschland erhältliche Kartenmaterial ist für eine grobe Orientierung völlig ausreichend. Bei allen Stadtdurchfahrten, Umleitungen und abgelegenen Landesteilen sind wir ohnedies auf unseren Führer und seinen sehr detaillierten chinesischen Autoatlas angewiesen.

Man findet in allen großen Städten Autowerkstätten; auch die von uns einmal benötigten und aufgesuchten der Firmen IVECO und TOYOTA.


Tankstelle

Das Tankstellennetz ist etwa so dicht wie in Deutschland; es gab nie Probleme, ausreichend Diesel oder Öl zu bekommen! Die Verkehrsregeln sind den unseren sehr ähnlich, sie werden von den Autofahrern allerdings weit großzügiger ausgelegt. Sehr viele Radfahrer, Eselskarren und Traktoren lassen kaum zügiges Fahren zu. Man kündigt sich und jeden Überholvorgang durch ausgiebiges Hupen an.

 
 


Trotz der rasant wachsenden Produktionszahlen von PKWs überwiegen bei weitem die LKWs auf den Straßen; ausgenommen hiervon sind vielleicht Peking, Shanghai und wenige andere Millionen-Städte.


Straßenbauarbeiten

Die Straßen sind im allgemeinen in durchaus befriedigendem Zustand. Es gibt einige Autobahnen, auf denen man grundsätzlich, und gut ausgebaute Staatsstraßen, auf denen man gelegentlich eine Straßenbenutzungsgebühr zu zahlen hat.

 
 


Wir hüten uns, nachts zu fahren, da es keine beleuchteten Verkehrsschilder oder Warnleuchten gibt. Eselskarren, Fahrräder, Fußgänger, Baustellen, Schlaglöcher und vieles mehr können zu einem gefährlichen Hindernis werden.

Besonders unangenehm ist die Sitte der Autofahrer, bei einer Panne ihr Fahrzeug mit großen Steinen, Geröll, Ästen oder an deren Hindernissen abzusichern, diese aber auf der Straße liegen zu lassen, wenn sie wieder weiter fahren.


Datong, 'Camp-Platz' an einem alten Feuerwachtturm

 
 


Die Streckenführung der vor uns liegenden 20.000 km wurde etwa 6 Monate vor Beginn der Reise von uns selbst festgelegt, über ein Reisebüro nach China weitergeleitet, dort von verschiedenen Dienststellen (Polizei, Zoll, Militär etc.) geprüft, kontrolliert und schließlich ohne Abstriche akzeptiert.


Reisbauer

Nun haben wir uns exakt an die genehmigte Route zu halten.

 
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© Prof. Uhlich, 2001