Albanien Bericht:
Sieben Tage mit dem Camper durch ein vergessenes Land
Warnung:

Fahren Sie nicht nach Albanien, wenn Sie bei schrecklichen Straßen genervt sind, sich über flächendeckend herumliegenden Plastikmüll ärgern müssen oder wenn es Sie bei dem Anblick ungezählte Bunker aus dem kalten Krieg graust.

Empfehlung:   

Fahren Sie aber unbedingt nach Albanien, wenn Sie ein (noch) vom Tourismus unberührtes Land mit grandioser Natur und faszinierenden historischen und ethnographischen Schätzen kennen lernen möchten. Sie werden Menschen begegnen, die äußerst freundlich aber zurückhaltend, sehr gastfrei aber arm und ganz bestimmt absolut vertrauenswürdig sind.

 

Technisch ist alles ganz einfach:

An der Grenze gibt man seinen Reisepaß und die Fahrzeugpapiere ab, bekommt einen Stempel und darf weiterfahren.
Bei der Ausreise wird einem noch der Betrag von etwa 9 Euro pro Tag („Straßengebühren“!!) abgenommen. Das ist alles.

Wenn man will, kann man noch ein wenig Geld eintauschen (1 Euro entspricht etwa 125 Lek), aber man kann (fast) überall ebenso gut mit Euro bezahlen. Das Tankstellennetz ist dicht, der Kraftstoff billig und die notwendigen Lebensmittel sind überall zu haben.
Und noch etwas: Wir haben nahezu im ganzen Land vollen Handy-Empfang gehabt: Vodafon macht’s möglich! Die Lieben daheim sind nur noch einen Knopfdruck entfernt.
Campingplätze gibt es nicht, man darf aber überall frei stehen bleiben und findet eigentlich immer eine herrliche Bleibe für die Nacht.

  • Die Straßenkarte von freytag & berndt (1:400 000) ist befriedigend,
  • das Buch „Albanien“ von Christine v. Kohl (2.Aufl. 2003) sehr informativ und
  • der DuMont Kunstreiseführer von Guntram Koch (1989) exzellent aber leider nur noch antiquarisch zu bekommen.


Und nun: Start zu den knapp 700 km von Süd nach Nord durch Albanien mit einigen Anregungen zum Nachmachen!


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© Prof. Uhlich, 2005
World Fact Book - Albania